Das Einsatzgebiet von BGExpert:
Baugrundaufschlüsse und bodenmechanische Laborversuche sind teuer. In der Praxis wird deshalb weitgehend nur ein absolutes Minimum an Versuchen durchgeführt. Es ist daher für Baugrundgutachter nahezu unerlässlich, die wenigen Versuchsergebnisse durch „vergleichbare Erfahrungen“ abzusichern, wie das insbesondere durch den Eurocode 7 ab 2010 verbindlich gefordert werden wird.
Die Möglichkeiten, Berechnungswerte für geotechnische Bauwerke, Gründungen, Standsicherheitsnachweise von Böschungen usw. nur auf Basis von Benennungen und Klassifizierungen aus Tabellenwerken abzulesen, sind jedoch dadurch gekennzeichnet, dass die Zahlenwerte, wenn überhaupt ausreichend, bewusst mit sehr viel Sicherheit angegeben sind. Deshalb ist mit diesen Werten eine wirtschaftliche Bemessung kaum möglich.
Ohne das technische Hilfsmittel eines EDV-Programms mit einem, aus umfangreichen Datenbanken statistisch gesichertem Expertenwissen, werden entweder zu wenige Eingangsparameter aus Versuchen und Literaturangaben zur Beurteilung herangezogen oder der Aufwand insbesondere bezüglich von Verknüpfungen und Verflechtungen mit Interpolation usw., wird zu hoch und damit wieder uneffektiv.
Erst durch die Anwendung des in dieser Form einzigartigen Expertenprogramms BGExpert mit den, in sekundenschnelle durchgeführten korrelativen Verknüpfungen, der Einbeziehung z.B. von Konsistenz, Lagerungsdichte, Bauwerkslast usw., sind wirklich brauchbare Berechnungswerte aus den gespeicherten „vergleichbaren Erfahrungen“ zu ermitteln.
Die Arbeit mit BGExpert ermöglicht es, im Rahmen der Anwendungsgrenzen (einfache Bauwerke, unkomplizierte Baugrundverhältnisse), effektiv sicherere bodenmechanische Berechnungswerte (für Scherfestigkeit und Steifemodul statistisch sicher) zu erhalten.
Einsatzgrenzen des Programms:
Das Programm bezieht sich auf Lockergesteine (mineralische und organische Böden), insbesondere im mittleren und nördlichen Teil Deutschlands. In anderen Regionen ist es nur unter paralleler Kontrolle einsetzbar, da den Entwicklern dafür keine ausreichend statistisch gesicherten Untersuchungen vorliegen.
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